Der Ball

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von Bowlingbällen: STRIKEBALL und SPAREBALL (auch Hausbälle)

Der größtmögliche Umfang eines Balles beträgt 685,8mm, das ergibt einen Maximaldurchmesser von 218,3mm. Das Gewicht eines Bowlingballes liegt zwischen 6 und 16 lbs.
Zur besseren Umrechnung - hier eine Umrechnungstabelle:

6 lbs
2,724 kg
7 lbs
3,178 kg
8 lbs
3,632 kg
9 lbs
4,086 kg
10 lbs
4,540 kg
11 lbs
4,994 kg
12 lbs
5,448 kg
13 lbs
5,902 kg
14 lbs
6,356 kg
15 lbs
6,810 kg
16 lbs
7,264 kg

DER STRIKEBALL
Er wird auch Hakenball, Reaktivball oder Anwurfball genannt und ist ein technisch hochkomplexes Sportgerät. Der Ball besteht aus drei Komponenten: dem COVERSTOCK (äußere Schale), dem CORE (Kern) und dem FÜLLMATERIAL.

Der COVERSTOCK wird heute aus einer großen Vielfalt verschiedener Kunststoffverbindungen hergestellt. Jede dieser Oberflächen unterscheidet sich in der Zusammensetzung des Kunststoffs und diverser Fremdkörper, die darin eingearbeitet sind (so genannte Partikel). Auch werden die Oberflächen je nach Eigenschaften des Balls "sanded" (geschliffen) oder "polished" (poliert). Die muss in einem "Ballsteckbrief" angeführt sein.
Geschliffene Bälle haben eine rauhe Oberfläche, die in erster Linie auf stark oder frisch geölten Bahnen zum Einsatz kommen. Polierte Bälle hingegen haben eine sehr glatte Oberfläche und kommen bei eher trockenen bzw. sehr abgespielten Bahnen zum Einsatz.

Der CORE ist der hoch verdichtet Mittelpunkt eines Strikeballes. Die Kerne haben sich im Laufe der Jahre stark weiter entwickelt. Waren es früher birnen- oder flaschenförmige Teile, unterscheidet man heute eine Vielzahl von Variationen. Die Position des Kerns wird durch den so genannten PIN (eine farbige Markierung) auf dem Ball angezeigt. Der PIN bezeichnet aber nicht den Schwerpunkt des Balles, sondern dieser wird gesondert vermessen und markiert - meist durch einen kleinen, eingestanzten Punkt.

Das FÜLLMATERIAL füllt den Raum zwischen Kern und Coverstock aus und dient je nach Verdichtung zur Regulierung des Gewichtes.

DER SPAREBALL
Räumbälle, auch Hausbälle oder Sparebälle bestehen meist aus Polyester. Diese haben in der Regel keinen Kern, meist nur eine etwas stärker verdichtete Zone. Daher zeichnen sich diese Bälle durch ihren geraden Lauf aus. Dieser Ball findet seine Verwendung in erster Linie beim Abräumen (Spare!) der einzelnen, stehen gebliebenen, Pins.

Für mehr Informationen --> Bahnenordnung des ÖSKB

DIE BOHRUNG
Durch die Bohrung der Fingerlöcher im Zusammenspiel mit dem Kern bekommt der Ball eine gewollte "Unwucht", die beim Einschlag in den Pins hilft, mehr Dynamik zu erzeugen. Man unterscheidet zwischen Fingertip- und Konventionalbohrung.

 

 

Die Bohrung eines persönlichen Balles (im Gegensatz zu den auf den Bowlinganlagen für jeden benutzbaren "Hausbällen") wird im Allgemeinen durch einen speziell ausgebildeten Ballbohrmechanikers durchgeführt, der die Finger- und das Daumenloch an die Größe der Finger bzw. des Daumens, die Abstände und Winkel der Finger zueinander und zum Daumen sowie die Spieltechnik des Ballbesitzers beim Bohren berücksichtigt.